Alexanderplatz in Berlin

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Der Alexanderplatz in Berlin Mitte ist einer der berühmtesten Plätze in Berlin. Er liegt mitten im Herzen der Stadt, am Fuße des Boulevards Unter den Linden. Hier (oder in der Nähe) finden Sie einige der interessantesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Dazu zählt der Fernsehturm, aber auch Weltzeituhr, die Museumsinsel mit dem Pergamonmuseum, das Nikolaiviertel, das Rote Rathaus, der Berliner Dom und die Humboldt-Universität. Die Einheimischen nennen den Alexanderplatz einfach Alex.

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Im frühen 19. Jahrhundert war der Platz ein Viehmarkt. Benannt ist nach dem russischen Zaren, der 1805 Berlin besuchte. Ende des Jahrhunderts wurde der Alexanderplatz an die S-Bahn angeschlossen und erhielt einen eigenen Bahnhof. Eine U-Bahn-Station folgte 1913. Der Alexanderplatz verwandelte sich schnell in einen kommerziellen Brennpunkt.

Das erste große Einkaufszentrum wurde 1904 eröffnet. In den 1920er Jahren bildete der Alexanderplatz – zusammen mit dem Potsdamer Platz – das Herzstück des Berliner Nachtlebens. Zudem war er ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Er inspirierte Autoren und Künstler wie Alfred Döblin, der den berühmten Roman „Berlin Alexanderplatz“ schrieb.

Nach der Teilung Deutschlands spielte der Alexanderplatz eine etwas andere Rolle. Er wurde zum Zentrum Ostberlins und damit zum Zentrum Ostdeutschlands. Wenn man die Roten als böse betrachtet, wäre der Alexanderplatz also das Zentrum des Bösen gewesen.

Er wurde massiv umgestaltet, und nicht alles war zum Guten. Die Kommunisten haben zum Beispiel beschlossen, dass das Zentrum Berlins keinen weiteren Palast braucht. Sie sprengten das Berliner Stadtschloss und bauten stattdessen ihre ganz eigene Version eines Prachtbaus. Der so genannte Palast der Republik wurde – natürlich – für das Volk gebaut, aber er war auch der Ort, an dem die ostdeutsche Regierung residieren sollte.

Es entstand ein modern aussehender Glaspalast im Stil der 1960er Jahre, also nicht besonders hübsch. Die ostdeutsche Regierung war trotzdem und zu Recht stolz darauf. Im Volksmund hieß er schnell „Palazzo Prozzo“. Für Berliner Verhältnisse fast schon liebevoll.

Damals galt der Bau durchaus als wegweisend. Und wenn man sich die zeitgenössischen Bauten in West-Berlin anschaut, hatten sie nicht unrecht. Im Schnitt waren die noch hässlicher. Das „Kulturforum“ am Potsdamer Platz zum Beispiel – es umfasst die Berliner Philharmonie, Staatsbibliothek und die Nationalgalerie – ist ein gutes Beispiel für moderne, westliche Architektur der 1950er/1960er Jahre. Es ist scheußlich.

Ironischerweise hatte die neue Regierung nach der deutschen Wiedervereinigung nichts Besseres zu tun, als einige der Veränderungen auf dem Alex rückgängig zu machen. Und jetzt ratet, welches Gebäude dem zum Opfer gefallen ist.

Der Palast der Republik wurde abgerissen. An seiner Stelle wurde kurzerhand der alte preußischen Palast wiederaufgebaut. Er heißt jetzt Humboldt-Forum. Zumindest wurde das Ganze von privaten Investoren finanziert. Da wir in Berlin sind, ist es ihnen natürlich nicht gelungen, es rechtzeitig zum 250. Jahrestag von Humboldt (2019) fertig zu stellen, aber offenbar wird es 2020 eröffnet.

Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, wer entschieden hat, dass das Kulturforum erhalten und der Ostdeutsche Volkspalast zerstört werden soll. Was ich sagen kann, es ist eine Schande. Deutlicher kann man den Leuten nicht zeigen, wer den Kalten Krieg gewonnen hat.

Man hat ja öfter den Eindruck, dass Berlin von Idioten regiert wird. Eine solche Ikone mit einer so herausragenden historischen Bedeutung anzureißen und stattdessen einen alten Palastes des Königs von Preußen zu bauen, ist selbst für Berlin ein Narrenstück. Was kommt als nächstes? Der Fernsehturm? Immerhin wurde auch der von den Kommunisten gebaut.

Immerhin wären wir damit schon beim nächsten Highlight. Manche Neubauten auf dem Alex erfreuten sich noch deutlich höherer Popularität bei den Menschen. Zum Beispiel der Berliner Fernsehturm.

Er ist das zweithöchste Bauwerk in Europa und unglaublich beliebt. Die Aussicht von dort oben ist atemberaubend. Das Besucherzentrum befindet sich in einer Höhe von 204 Metern über dem Boden. Man müsste nach Moskau gehen, um das zu übertreffen.

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Außerdem haben die Kommunisten den Alexanderplatz in eine Fußgängerzone verwandelt. Das war sicherlich eine gute Idee. Eine meiner beliebtesten Touren durch Berlin beginnt am Alexanderplatz. Von dort aus kann man auf den Fernsehturm, das Rote Rathaus und den Berliner Dom stoßen, dann zur Museumsinsel ausweichen, zurück an der Humboldt-Universität vorbei, Unter den Linden hinauf, dann zum Brandenburger Tor und zum Reichstag gelangen.


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FAKTEN ÜBER DEN ALEXANDERPLATZ:

  • Der Alexanderplatz in Berlin war der Hauptplatz der DDR
  • Das ehemalige Stadtschloss wurde von den Kommunisten abgerissen und durch den Palast der Republik ersetzt. Der Prozess steht nun kurz vor der Umkehrung.
  • Am und um den Alexanderplatz befinden sich der Berliner Dom, das Rote Rathaus und der beliebte Fernsehturm.
  • Der Alexanderplatz ist Fußgängerzone und Verkehrsknotenpunkt

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