Berlin – Nachtleben

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Das Berliner Nachtleben ist legendär und äußerst umfangreich. Der beste Ratschlag, den wir geben können, ist der Kauf eines der Stadtmagazine. Sie listen alles auf, was in der Stadt passiert.

Ein paar Orte möchten wir ausdrücklich empfehlen. Da die Geschmäcker verschieden sind, ist die Liste natürlich subjektiv. Eine Faustregel in Berlin besagt: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Worauf auch immer du stehst, die Chancen stehen gut, dass du es in Berlin findest.

Theater und Bühne

Die Theaterszene in Berlin ist so vielfältig wie nirgendwo sonst. Es gibt vom Klassiker, über Volkstheater bis hin zu exzentrischen Happenings so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann.

Mein persönlicher Favorit ist die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Nur eine kleine Warnung; Frank Castorf mag weg sein, aber ich wäre überrascht, wenn die Volksbühne sich völlig gewandelt hätte. Ich habe auf der Bühne Dinge gesehen, wie nie wieder in irgendeinem anderen Theater.  Zum Teil war das nichts für zart besaitete Gemüter. Absolut fabulös!

Das Berliner Ensemble hat einen ziemlich guten Ruf. Sie spielen meistens Brecht, aber nicht nur.

Wühlmäuse ist ein Kabarett in der Pommernallee 2-4. Es wird von einem der berühmtesten deutschen Komödianten (Dieter Hallervorden) geleitet und ist heute vor allem bekannt dafür, dass es erstklassigen Stand-Up-Comedians eine Bühne gibt.

Der Friedrichstadtpalast ist das größte Revuetheater in Europa. Wer auf opulente Bühnenshows und große Auftritte steht, ist hier richtig. Eigentlich ist es nicht so ganz mein Ding, aber ich war tatsächlich mal drin und sehr begeistert.

Wer es lieber mit der Oper hält, Berlin hat drei davon: Die Staatsoper unter den Linden, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Außerdem gibt es noch das das Staatsballett für Freunde des Klassischen Ballet. Mehr geht einfach nicht.


 Berlin: Wichtigste Tickets und Touren

 

Jazz

B-Flat (Rosenthaler Straße) – die haben jeden Abend Live-Musik und gelten als eine der ersten Adressen für Jazz in Berlin.

Badenscher Hof – ein kleiner, aber wirklich cooler Jazz-Club in einem Wohngebiet Wilmersdorf. Normalerweise haben sie gute Acts auf der Bühne, aber man sollte sich vorher erkundigen.

A-Trane (Bleibtreustraße 1 / Ecke Pestalozzistraße) – jeden Abend Live-Jazz. Ein gemütlicher Nachtclub nicht allzu weit vom Zoologischen Garten entfernt.

Quasimodo – Berlins ältester Jazz-Club. Einfach mal auf deren Website wegen des aktuellsten Programms schauen.

 

Techno 

Tresor – war einer der bekanntesten Techno-Clubs in Deutschland. Er wurde 1991 eröffnet und hatte einen großen Einfluss auf die deutsche Techno-Szene. Er wurde 2005 geschlossen und seitdem an einem anderen Ort wiedereröffnet. (Tresor 2 / Heizkraftwerk Berlin-Mitte/Köpenicker Straße).


E-Werk – war einer der klassischen Techno-Clubs in Berlin. Es wurde 1997 geschlossen, aber 2005 nicht als Techno-Club wiedereröffnet, aber es gibt immer noch Musikveranstaltungen. (Mauerstraße/Wilhelmstraße)


KitKatClub – ist ein ziemlich berüchtigter Club im Berliner Nachtleben. Er ist bekannt für seine eher … sagen wir, expliziten Auftritte. Die traurige Nachricht ist, dass auch deren Mietvertrag ausläuft, so dass der Klub ebenfalls vor der Schließung steht. Das ist eine absolute Katastrophe.

Bunker – ein weiterer berühmter Ort, der geschlossen wurde. Das Gebäude beherbergt jetzt eine Kunstausstellung.

Das ROTOR wurde ebenfalls geschlossen. 

 

Alles in allem ist das eine Liste des Schreckens. Die Berliner Techno Clubs wurden systematisch platt gemacht. Ich bin nicht mehr in der Szene, weiß also nicht wirklich, wohin die gewandert sind.

 

Live

Wenn ihr Gelegenheit habt, seht euch die Waldbühne an. Es ist ein fantastischer Ort. Im Sommer gibt es hier viele Live-Acts und es werden auch Filme gezeigt. Ich bin nicht sicher, ob es das Sommerkino immer noch gibt, aber ich habe dort „Pulp Fiction“ mit weiteren etwa 20.000 Leuten gesehen. Einfach nur geil.

Kulturbrauerei – ein Zentrum für Künstler mit Bühnen, Ausstellungen und mehr. Sie befindet sich in einer ehemaligen Brauerei und ist eine ultracoole Location. Definitiv ansehen. Das ist eine Legende. Die Kulturbrauerei befindet sich in der Schönhauser Allee 36.

Tempodrom – das war früher ein Zelt im Tiergarten, welches auch eine Außenbühne hatte. Das Zelt ist leider weg, genau wie die ganze location im Tiergarten, aber das neue Tempodrom ist auch nicht so schlecht. Es steht jetzt in der Möckernstraße.

Columbiahalle – ist immer gut für ein Konzert. Sie bietet Platz für bis zu 3500 Personen. Dort treten also die eher mittelgroßen Acts auf.

FRANZZ Club – das war früher die heißeste Adresse in Ostberlin. 1997 wurde er geschlossen, weil der Betreiber sich weigerte, etwas mehr Miete zu zahlen. Er wurde in ein bayerisches Restaurant verwandelt, das in Berlin natürlich nicht so gut lief. Die gute Nachricht ist, dass der FRANZZ-Club wieder eröffnet wurde. Unbedingt ausprobieren.

KNAACK – eine weitere hervorragende Location in der Greifswalder Straße 224, Live-Acts und DJ’s

Das Olympiastadion – an jedem normalen Tag würde es hier Sportveranstaltungen geben, aber für größere Auftritte – sagen wir, die Stones sind in der Stadt – ist das der Ort der Wahl. Das Olympiastadion ist echt beindruckend. Man sieht ihm an, wer es gebaut hat, aber es hat definitiv was.

Mittlerweile gibt es noch die Mercedes Benz Arena. Sie liegt zwischen Ostbahnhof und der Warschauer Brücke und fasst bis zu 17.000 Leute. Die meisten heißen Acts treten tatsächlich da auf, wenn sie in die Stadt kommen. Ein Blick auf die Webseite lohnt sich, für mich ist das Programm dort aber etwas zu Mainstream.

Tacheles – war ein so genanntes Kunsthaus in der Oranienburger Straße. Dort gab es viel zu sehen, darunter Kino, Live-Acts und Performance-Kunst. Ihr Café Zapata ist ein ziemlich cooler Ort, um sich zu entspannen und einen Kaffee oder ein Bier zu trinken. Leider ist Tacheles das jüngste Opfer des völligen Mangels an Visionen in der Lokalpolitik.

Ich kenne das genaue Argument nicht, aber der Ort wurde geschlossen, und nach dem, was ich höre, für immer. Es ist eine Schande, dass dieses Kulturdenkmal weg ist, aber leider wissen nicht alle Menschen, wie wichtig Orte wie das Tacheles sind, damit Berlin das kulturelle Mekka bleibt, das es ist. Das Tacheles hat in Berlin Marzahn wieder eröffnet, aber ich persönlich habe mir nie die Mühe gemacht.

 

FAKTEN ÜBER DAS BERLINER NACHTLEBEN:

  • Das Nachtleben in Berlin ist umfangreich
  • Es gibt Stadtmagazine, die alle Veranstaltungen nach Tag und Ort auflisten.
  • Am interessantesten ist die Subkultur.
  • Die Orte wechseln ständig, besonders wenn es um Indie-Clubs geht.
  • Es gibt keine Sperrstunde. Die Nächte sind lang.

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