Brandenburger Tor Berlin

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Das Brandenburger Tor ist eines der nationalen Symbole Deutschlands. Es ist ein neoklassizistischer Triumphbogen, der im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Es steht auf dem berühmten Boulevard Unter den Linden, ziemlich genau neben Reichstag, Pariser und Potsdamer Platz.

Es ist der letzte Rest einer ganzen Reihe von Gebäuden, die einst als Stadttore dienten. Damals war Berlin wesentlich kleiner. Das Brandenburger Tor war jedoch nicht Teil der Festung, sondern eines von 18 Toren innerhalb der Berliner Zollmauer.

Das Brandenburger Tor wurde vom preußischen König Friedrich Wilhelm II. in Auftrag gegeben. Es war als Symbol für den Frieden gedacht, auch wenn die Formensprache vermuten lässt, dass es Frieden bedeutet, wie er von einem Sieger gewährt wird. Der Architekt war Carl Gotthard Langhans. Es wurde von 1788 bis 1791 erbaut.

Das Tor wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und zwischen 2000 und 2002 vollständig restauriert. Während des Kalten Krieges konnte dies nicht geschehen, da es direkt neben der Berliner Mauer lag und nicht zugänglich war.

Seine Bedeutung ist eher symbolisch als alles andere. So sehr das Brandenburger Tor  ein Symbol der Teilung zwischen den beiden deutschen Staaten war, so sehr wurde es nach der Wiedervereinigung zu einem symbolischen Tor zwischen Ost- und West-Berlin. Nicht zuletzt ist es das vielleicht bekannteste Wahrzeichen der Bundesrepublik und zum nationalen Symbol für die deutsche Wiedervereinigung. Die Feierlichkeiten zu diesem historischen Ereignis fanden im Reichstag und vor dem Brandenburger Tor statt.


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Die Gestaltung des Tores ist vom Eingang zur Akropolis in Athen (Propyläen) inspiriert. Deutschland war damals in den Klassizismus verliebt (nämlich in das antike Griechenland und teilweise in Rom). 

Das Brandenburger Tor besteht aus zwölf dorischen Säulen. Da es ein Tor sein soll, wurden diese Säulen gruppiert – sechs an jeder Seite – mit einem breiteren Durchgang in der Mitte. Für Fußgänger gibt es an jeder Seite zwei Durchgänge, die eher schmal sind. Auf dem Tor sitzt eine Quadriga. Sie stellt die römische Göttin Victoria dar, die einen von vier Pferden gezogenen Wagen fährt.

Es war Napoleon, der es erstmals nach dem Sieg in der Schlacht von Jena-Auerstedt als Triumphbogen für seinen Triumphzug benutzte. Wahrscheinlich inspirierte er den berühmten Arc de Triumph in Paris, der im selben Jahr (1806) gebaut wurde. Napoleon stahl auch die Quadriga. 10 Jahre später, nachdem Napoleon 1816 besiegt wurde, wurde sie wieder zurückgebracht. Die ursprünglichen Eichenblätter wurden durch ein Eisernes Kreuz ersetzt, das zum neuen Machtsymbol der preußischen Monarchie wurde.

Natürlich liebten die Nazis das Brandenburger Tor und die symbolische Macht, die es darstellt.

Seit 2002 ist es vollständig restauriert und renoviert und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Zusammen mit dem Pariser Platz wurde es für den Verkehr gesperrt und in eine Fußgängerzone umgewandelt. Er ist einer der beliebtesten Orte für Veranstaltungen wie Silvester oder als Kulisse für Events wie die Berliner Modewoche.


FAKTEN ÜBER DAS BRANDENBURGER TOR:

  • Das Brandenburger Tor wurde 1788 bis 1791 erbaut.
  • Es wurde vom preußischen König Friedrich Wilhelm II. in Auftrag gegeben und von Carl Gotthard Langhans gebaut.
  • Es handelt sich um einen neoklassizistischen Triumphbogen, der von den Propyläen der Akropolis in Athen inspiriert wurde.
  • Das Brandenburger Tor ist ein nationales Symbol für Deutschland.
  • Napoleon nutzte das Brandenburger Tor als Triumphbogen und stahl die Quadriga. Nach seiner Niederlage wurde sie nach Berlin zurückgebracht.

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