San Cristóbal de las Casas (Mexiko)

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Warum entscheidet sich jemand wie ich, ganz spontan San Cristóbal zu fahren. In meinem Fall gab es einen hervorragenden Grund. Ein alter Mexikaner, den ich im Bus aus Guatemala kennen gelernt habe, hat es mir empfohlen. Ich habe eine ganze Weile darüber nachgedacht, schließlich liegt der Ort weit weg von Palenque und eigentlich überhaupt nicht an meiner geplanten Route. Auf der anderen Seite ist ein wesentlicher Bestandteil meines Reiseplans schon immer gewesen, keinerlei Plan zu haben. Ich hatte schließlich auch einen Bogen über Guatemala geschlagen und das war weder geplant noch an meiner Route.

San Cristóbal ist – zumindest wenn eine Karte konsultiert – nicht einmal weit weg, aber der Bus folgt einer schmale, kurvenreiche Straße udn es geht durch die Berge. Übersetzt heißt das: Es dauert ewig.

Ich habe meine Entscheidung nie bereut. Der Mexikaner hatte völlig Recht. Ich habe mich in dem Moment meiner Ankunft in den Ort verliebt. Was für eine atemberaubende Schönheit! Ich wusste nicht, was mich erwartete, aber ich war überwältigt.

San Cristóbal liegt in einem fruchtbaren Tal, das von Bergen umgeben ist. Es ist malerisch, lebhaft, charmant und es ist spottbillig. Mein ursprünglicher Plan war, nur eine Nacht zu bleiben, aber ich änderte meine Meinung schnell. Dafür gab es eine Reihe von Gründen, aber der entscheidende Moment war, als ich einen Jazz-Club entdeckte.

Obwohl ich von der langen Fahrt, die ich unternommen hatte, erschöpft war, ging ich hinein und oh Herr. Aus europäischer Sicht ist San Cristóbal so ziemlich das Ende der Welt, aber in diesem Club sah ich einen Gitarristen, der mich einfach umhaute. So etwas habe ich noch nie gesehen, und ich war schon in einigen Jazz-Clubs.

Das Stadtzentrum ist im Kolonialstil gehalten, mit schönen Häusern und vielen wirklich coolen Kirchen. Die meisten Gebäude sind in leuchtenden Farben gestrichen. Von außen sehen sie noch nicht einmal nach viel aus. Die schönsten Teile sind die Innenhöfe. Ich habe ja keine Ahnung was Architektur und so angeht. Ich würde als Hacienda-Stil bezeichnen.

 

Es ist wie der Eintritt in eine andere Welt. Viele dieser Höfe haben Säulen, dazu die vielen Blumen. Die Wände sind in erdigen Farben gestrichen und ich war einfach nur sprachlos. Bei genauem Hinsehen entdeckt man lieblich kleine Cafes und Restaurants. Es lohnt sich.

Ehe man sich versieht sitzt man in einem riesigen Innenhof, ganz in einem warmen Orange gestrichen, überall Blumen und einer Säulenhalle. Da lehnt man sich am besten zurück und genießt.

Dinge, die man tun kann

Das Beste, was man in San Cristóbal tun kann, ist, einfach nur herumzulaufen. Die engen Gassen mit all diesen bunten Gebäuden sind wunderschön. Man kann sich leicht verlaufen, und ich meine das auf eine gute Art und Weise. Ich habe den ganzen Tag damit verbracht, durch die Straßen zu streifen. Gott sei Dank gibt es mittlerweile Digitalkameras. Mit meiner alten analogen. wäre das ruinös geworden. Ich habe Hunderte von Fotos gemacht.

Dabei ist ein gescheites Foto schießen, hier tatsächlich eine Herausforderung. Es ist sehr schwierig, einen guten Blickwinkel zu bekommen. Gerade bei den spektakulärsten Gebäuden scheint es immer irgendeine Art von Hindernis zu geben, welches das perfekte Bild verhindert. Das sieht man sogar an den Postkarten, die sie hier verkaufen. Wenn die Profis es nicht hinbekommen, was soll ich dann tun?

 

Mein Tipp

Der DaDa Club ist ein ausgezeichneter Jazzclub. Er liegt an der Av. Insurgentes unweit des Hauptplatzes. Dort gibt es jeden Abend Live-Musik. Die Musiker sind überraschend gut. Der Laden rockt! Das Bier ist gut und es werden auch Snacks serviert. Im Eingangsbereich befindet sich eine Art Café mit WLAN-Zugang. 

Unterkünfte

Ich habe in der Posada Media Luna. Es ist am Hernando Domingez. Vom Busterminal aus geht man die Av. Insurgentes vier Blöcke lang und dann nach links. Der Ort ist wunderschön, die Zimmer sind groß und makellos, es gibt Kabel und kostenloses Internet (WiFi). Mit 200 Pesos pro Nacht für eine Einzelperson war es ausgesprochen günstig.

Es gibt eine Menge Unterkünfte in der Gegend und man kann sicher noch billiger logieren aber ich mochte die Pension sofort und das lag auch an den Leute, die sie betreiben.

Ein anderes, tolles Plätzchen ist die Posada Los Morales. Geht den Hernando Domingez hinauf, an der Posada Media Luna vorbei, bis zum Ignacio Allende. Dort biegt rechts ab und noch einen Block weiter. Es ist nicht weit weg. Die Lage ist großartig. Man kann dort eine Hütten am Hang mieten. Der Blick von dort aus ist großartig. Man überblickt das geamte Stadtzentrum.


FAKTEN ÜBER SAN CRISTOBAL:

  • San Cristóbal liegt in Chiapas.
  • Die Altstadt ist atemberaubend schön.
  • San Cristóbal liegt auf 2100 Metern Höhe, auf einer Hochebene, die von Bergen umgeben ist.
  • Das Klima ist viel angenehmer als unten in der Ebene.
  • In San Cristóbal leben fast 142.000 Menschen.
  • Die Vorwahl lautet: 967

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