Xpujil (Mexiko)

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Meine Ausrede, nach Xpujil zu fahren, war die relative Nähe zu Calakmul. Ich wusste nicht wirklich, wie man dahin kommt, also habe ich eine Karte genommen und den nächsbesten Ort in geopgraphischer Nähe gewählt. Xpujil halt. Es ist ein Dorf am Highway 186, und es scheint keinen anderen Zweck zu haben, als Leute zu beherbergen, die die archäologischen Stätten in der Nähe sehen wollen.

Neben Calakmul sind das Becán, Chicanná, Hormiguero und Rio Bec. Letzterer gab einem ganzen architektonischen Stil den Namen, ist aber eigentlich nicht besonders besuchenswert.

 

Xpujil ist ein kleines Dorf mit ein paar Hotels, Restaurants und das war’s schon. Zu meiner großen Überraschung gab es nur eine Möglichkeit, nach Calakmul zu kommen: Per Taxi. Da das eine immer noch zweistündige Fahrt ist, ist es nicht eben billig. Ein gnaz klein wenig geärgert habe ich mich darüber schon. Nach meinen Informationen hätte es in diesem Dorf zwei Hotels geben sollen, die beide darauf ausgerichtet waren, Tagesausflüge nach Calakmul zu organisieren. Absolute Fehlanzeige. Statt der erwarteten 30 USD kostete der Spaß per Taxi über 100. 

Die Hotels hier sind überraschend gut – ich habe in La Victoria über dem Busbahnhof übernachtet – aber wenig hilfreich, wenn es um Informationsbeschaffung geht. Ich war in jedem einzelnen Hotel in der Stadt gegangen. Alles, was ich aus denen herausbekam war: „Nimm ein Taxi“ (und nein, wir sprechen kein Wort Englisch).

Wozu gibt es in dem Nest so viele Hotels, wenn sie keine Lust haben, Touren zu den archäologischen Stätten zu organisieren. Leben die von Trotteln wie mir?

Xpujil als Ort hat absolut nichts zu bieten. Es gibt nichts zu sehen außer dem Highway 186. Es gibt nicht einmal eine Autovermietung, was vermutlich die örtliche Taxi Gesellschaft durchsetzt. Das Dorf ist als Basis für die Erkundung der umliegenden Ausgrabungen völlig ungeeignet und sollte meines Erachtens in keinem anständigen Reiseführer auftauchen, außer al Mahnung an ahnungslose Reisende.  Das Aufregendste, was ich in dem Dorf entdeckt habe, war ein Treffpunkt der anonymen Alkoholiker. Wenn ich hier leben würde, wäre ich da wahrscheinlich auch.

Wie ihr herauslesen könnt, bin ich kein Fan des Ortes. Das Dorf sieht aus, als wäre es auf Touristen eingerichtet, es gibt schließlich eine Menge Hotels, es vermeidet aber all die Annehmlichkeiten eines Touristenzentrums. So etwas wie sprachkundige (oder auch nur freundliche) Angestellte findet man hier nicht, keien Autovermietung, es gibt nicht einmal einen EC-Automaten.

Selbst die Restaurants sind auf dieser Linie. Das Essen ist nicht besonders gut und auch nicht besonders billig. Die scheinen komplett auf Durchreisende ausgerichtet zu sein, die vorbeikommen, einen schnellen Happen essen und dann nie wieder kommen. Ich war nicht beeindruckt und ich bin echt nicht besonders wählerisch, wenn es um das Essen geht. Sogar für Truck-Stop-Verhältnisse war es eher schlecht.

 

Was soll ich zu Xpujil noch groß sagen. Wer nach Calakmul will – mein ganz persönlicher Tipp – sollte nach Chetumal fahren, ein Auto mieten und sich seinen eigenen Tagesausflug organisieren.

 

Immerhin; Calakmul lohnt sich!


FAKTEN ÜBER XPUJIL:

  • Xpujil ist in Campeche.
  • Die Stadt liegt in der Nähe einiger interessanter archäologischer Stätten.
  • Es gibt ein paar Hotels in der Stadt, aber keine Autovermietung oder organisierte Touren zu den nahegelegenen Stätten.
  • Es scheint keinen Geldautomaten in Xpujil zu geben.
  • In Xpujil leben etwa 3.000 Menschen.
  • Die Vorwahl lautet: 983.

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